Cooking Cup 2009


Regionalausscheidung des Siemens Cooking-Cup 2009

Das Kochen so spannend sein kann wie ein guter Krimi erlebten Gäste und die dreiköpfige Jury am 23. Juli bei Stiehle – Einrichten mit Stil in der Reutlinger Karlstraße. Als Standort der Siemens-Kochschulen kochten hier zwei Teams ein selbst kreiertes Hauptgericht um sich damit die Fahrkarte ins Halbfinale des diesjährigen Cooking-Cup zu sichern.

Der Siemens Cooking-Cup

Im siebten Jahr findet dieser mehrstufige, nationale Wettbewerb statt, der mittlerweile Deutschlands größter Wettbewerb für Hobby-Köche darstellt. Jedes Jahr wird von Siemens mit der Ausschreibung zunächst ein Thema vorgegeben.
Die aktuelle Ausrichtung titelte „California Cuisine – köstliche Vielfalt aus Fisch und Fleisch“. Die Bewerber senden zunächst ein Rezept mit exakten Angaben für Zutaten und Kochutensilien ein, auf dem auch die Zubereitungsschritte angegeben sind. Dazu ein Foto des fertig gekochten Gerichtes und dann heißt es zunächst: Warten auf Nachricht.
Aus rund 600 eingegangenen Rezeptvorschlägen bewertet eine Jury im ersten Schritt, welche 80 Teams in den Siemens-Kochschulen deutschlandweit ihr Rezept im Live-Wettbewerb vor einer Jury kochen. Ein Team besteht aus zwei Personen und die jeweiligen Regionalsieger ziehen in die Runde der letzten 28 Teams ein. Diese kämpfen am 11. September im Siemens-Zentrum in Traunreut am Chiemsee um den Titel. Der Hauptgewinn ist mit einer einwöchigen Traumreise nach Kalifornien verbunden.

Der Wettbewerb - erstmals im Hause Stiehle

Nachdem für diese Region sehr kurzfristig zwei Teams die Chance auf ein Weiterkommen erhielten, fragten die Verantwortlichen bei Familie Stiehle an. Susanne Stiehle war neugierig wie dieser Wettbewerb abläuft, stellte kurzerhand ihre Kochschule zur Verfügung, erklärte sich bereit als Jurymitglied zu fungieren und lud sich zwei weitere Jurorinnen ein. In jeder Regionalausscheidung muss eine ausgebildeter Koch richten. Fachfrau und Unternehmerin Inge Tress, Inhaberin des „Biohotel Rose“ in Hayingen-Ehestetten, sagte gerne zu. Sie kredenzte auch die leckeren Häppchen für die Gäste und das Wettbewerbsteam. Dieses köstliche „warm-up“, war zugleich der Beweis für ihren Geschmackssinn und ihre Kochkompetenz.Als drittes Jury-Mitglied war Iris Goldack eingeladen. Die PR- und Pressefrau kocht und backt selbst leidenschaftlich gerne und liebt außergewöhnliche Kombinationen.Vom mitgereisten Siemens-Wettbewerbsteam wurde die Jury eingehend gebrieft, dann hieß es: „An die Töpfe, fertig los!“



Die Regeln, die Teams und ihre Rezepte

Im Live-Wettbewerb darf sich jedes Team 10 Minuten vorbereiten, alle Utensilien und Zutaten vorbereiten, sich ihre Stationen einrichten, die fremde Küche in Besitz nehmen. Die Regeln sind hart: Wer beispielsweise später eine Kochschere benötigt und nicht weiß wo sie ist, muss suchen. Hilfe gibt es nur noch bei der Bedienung der elektrischen Küchengeräte. Danach müssen es die Teams schaffen, innerhalb von 60 Minuten ihren Rezeptvorschlag eines Hauptgerichts für vier Personen zu kochen und die Küche so sauber und aufgeräumt zu hinterlassen, wie sie vorgefunden wurde. Bei Zeitüberschreitung droht Punktabzug.

 

Die ersten am Herd waren Ellen Czap-Wolff, die mit Tochter Pamela Czap aus Göppingen anreiste. Ihr Gericht: „Spicy Kalb mit Granny Smith und Goji-Beeren-Relish“. In eingespielter Manier bewegten sie sich sicher und fast gelassen an Schneidbrettern und Töpfen. Das Kalbfleisch wurde mit einer eigens zusammengestellten Gewürzmischung mariniert, Äpfel klein gewürfelt und mit Pfefferminze gemischt und abgedeckt. Zuckerschoten als Beilage vorbereitet. Für das Relish köchelten getrocknete asiatische Goji-Beeren sowie Reisessig und diverse Gewürze. Frische Sahne wurde als Soße mit Walnüssen reduziert und abgeschmeckt, die Kalbfiletstücke scharf angebraten und dann ging es ans anrichten. Zack, nach 30 Minuten waren vier Teller mit dem Hauptgericht ausdekoriert, Chili-Fäden thronten neben dem Relish und es war an der Zeit das gekochte Gericht frisch zu genießen. Ein Bewertungskriterium lautete, den passenden Wein aus neun verschiedenen kalifornischen Gallo-Weinen auszusuchen. Der Chardonnay war zum saftig-fruchtigen Hauptgang wohl gewählt. Die Ruhe, eine gute Übersicht und Teamarbeit resultierten aus sechs Jahren Teilnahme am Cooking-Cup. Das eingereichte Rezept wurde vor dem Wettbewerb fünf Mal für Familie und Freunde gekocht und für lecker befunden. Es mundete auch der Jury, vor allem das Relish punktete.

 

Das zweite Team aus Hechingen bestand ebenfalls aus Mutter und Tochter. So umfangreich wie der Name ihres Vorschlags „California Thuna Breeze meets asian Lollypops“ war die Zutatenliste, mit 33 aufgeführten Positionen. Evelyne Bobrich ist bereits zum vierten Mal beim Cooking-Cup kreativ, Tochter Madeleine sammelt erstmals Wettkampferfahrung. Kochleidenschaft liegt in der Familie, die mitangereiste Tochter Catherine hat sich in diesem Jahr bereits mit einem Freund fürs Halbfinale qualifiziert und feuerte ihre Familie an. Vergangenes Jahr wurde sie mit ihrer Mutter im Halbfinale zweiter Gesamtsieger! Extrem ehrgeizig packte Madeleine Bobrich ihre eigenen Messer aus und legte los. Erste Hilfe wurde schnell benötigt – ein Pflaster und weiter gings, ja, ja die Aufregung. Thunfischfilets wurden in Soja-, Hoisin-Soße und Kastanienhonig mariniert. Sesam geröstet. Mangowürfel köchelten sanft mit frischen Cranberrys. Salatgurke entkernt und sehr fein gewürfelt. Zitronengrasstiele geschält, auf gleiche Länge gebracht und mit hauchdünnen Rinderfiletstreifen, die mit einer karamellisierten zweiten Marinade bestrichenen wurden, umwickelt. Fix ein asiatischer Crêpes-Teig angerührt und eine Soße mit Wasabi-Rettich erstellt. Die Zeit wurde knapp überschritten durch widerspenstige Crêpes, die beim Wenden einrissen und eine Marinade die einen Moment unbeaufsichtigt, erneut gekocht werden musste. Doch am Ende, das Gericht – ein Gedicht. Die Thunfischfiletscheiben waren von bester Qualität und zeigten in Scheiben aufgeschnitten einen gleichmäßig angebratenen Rand. Dazu die „Lollypops“, das Zitronengras von Rinderfilet umwickelt und zwei Soßenspiegel ergaben ein kreatives und harmonisches Gesamtkonzept. Auch die Weinempfehlung ein Pinot Grigio von Gallo, ergänzte harmonisch die Geschmackskomponenten.

and the winner is…

Nach der Juryauswertung, bei der Teamarbeit, Kreativität, Geschmack, Präsentation, Übersicht und Sauberkeit bei der Arbeit, die Zeit sowie die Weinempfehlung entsprechend mit Punktesystem belohnt wurden stand das Siegerteam fest. Jurorin Inge Tress verkündete den Einzug ins Halbfinale… and the winner is: Evelyne und Madeleine Bobrich aus Hechingen! Sie begründete den Sieg mit höherer Kreativität und Geschmacksvielfalt und gab noch Tipps mit auf den Weg zum Finalwettbewerb. Viel Glück wünschten Iris Goldack und Susanne Stiehle, die sich eine Neuauflage mit großem Kundenevent beim Siemens Cooking-Cup 2010 gut vorstellen kann!


 

 

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