|
"Kleine Sommerköstlichkeiten" Vorspeisen, Salate und pikantes Gebäck
 |
Eigentlich eine herrliche Vorstellung: Im Schlaraffenland fliegen einem die gebratenen Täubchen in den Mund. In der Sommerküche können solche Träume wahr werden – ganz ohne Zauberei. Wie man seine Gäste (und natürlich auch sich selbst) mit einem „Flying Buffet“ verwöhnt, zeigte Verena Jäger beim Kochschul-Abend im Stiehle Küchenstudio.
Köstliche Häppchen, die man beim Sektempfang oder auf der schicken Gartenparty gewissermaßen im Vorbeigehen naschen kann, machen sich immer gut. In kleinen Gläschen raffiniert angerichtet oder auf schicken Tellern serviert sind sie nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch eine Augenweide. Entsprechend viel Geduld, Liebe und Fingerspitzengefühl ist in der Küche gefragt. Dass sich dann selbst winzige Cocktailtomaten mit Olivenschafskäsecreme aus dem Spitzbeutel füllen lassen, stellten die Teilnehmer in der Kochschule unter Beweis. |
|
Die mediterrane Küche hat im Sommer natürlich Hochsaison. Zu den klassischen Antipasti gesellten sich deshalb weitere Küchen-Grüße aus dem Süden. Würziges Focaccia mit Thymian, Parmaschinken und Fontina-Käse zum Beispiel, das sich schnell und unkompliziert herstellen lässt und auch als Knabberei zum Wein perfekt passt. Das gilt auch für die sündhaft leckeren Knusperstangen: Verena Jäger zeigte, wie sich einfache Filo-Teigblätter aus dem Kühlregal mit einer Füllung aus Ricotta und Spinat veredeln lassen. |
 |
 |
|
Eine echte Sensation auf jedem Buffet ist grüner Spargel, der in der Pfanne angebraten wird und mit Honig karamellisiert wird. Dazu passt ein Ziegen-Käse-Saltimbocca: Das Käsestück wird mit Schinken und Salbei umwickelt und kurz angebraten. Weiterschwelgen kann man am Schlaraffenland-Buffet getrost mit Rucola-Orangensalat. Dazu werden grüne Salate, zum Kopf- oder Eisbergsalat, schön fluffig auf dem Teller angerichtet. Darüber werden drei bis vier Orangenfilets verteilt. Dazu passt luftgetrockneter Rinderschinken – entweder Bresaola aus Italien oder sein schweizerisches Pendant, das Bündner Fleisch. Grob gehakte Pecannnüsse und eine feine Vinaigrette mit Orangensaft und Honig geben dem gesunden Leckerli den letzten Schliff. |
 |
 |
Für Liebhaber pikanter Noten empfiehlt sich der scharfe Tomaten-Gemüse-Salat mit Geflügelspieß. Die Zeit und Geduld, die man investiert, um Tomaten, Paprika, Gurken und Zwiebeln ganz fein zu würfeln, lohnt sich auf jeden Fall. Mit scharfen Gewürznoten abgeschmeckt passt die Gemüsemischung wunderbar zu den Putenschnitzeln, die mit getrockneten Tomaten und Thymian gefüllt, aufgerollt und am Spieß gebraten werden. Übrigens gehen auch Fisch-Fans am Flying Buffet nicht leer aus. Garnelen, die im Knuspermantel in Rapsöl ausgebacken werden, sind das i-Tüpfelchen auf der Melonen-Gurken-Kaltschale. Die heiß-kalte-Variation ist schlichtweg ein Muss auf jeder sommerlichen Party-Tafel. |
 |
|
Dass ein Sommer-Buffet aber nicht ausschließlich mediterran sein muss, zeigte Verena Jäger mit einer verblüffenden Kreation. Wer hätte schon gedacht, dass ausgerechnet der „Bachschdoikäs“ in die sommerlich leichte Küche passt? Fest steht jedenfalls: Man tut dem Romadur ganz und gar unrecht, wenn bei seinem bloßen Anblick schon die Nase hochzieht. Mit feinen Radieschenstiften, Schnittlauch, Zwiebeln und einer klassischen Essig-Öl-Marinade geht er eine unwiderstehliche Liaison ein.
Weil der Sommer immer auch süß ist, geht natürlich niemand ohne Dessert nach Hause: Das zartschmelzende Himbeer-Mascarpone-Parfait mit einem Honig-Minz-Pesto ist ganz klar eine Sünde wert. Oder auch zwei. |
 |
Himbeer-Mascarpone-Parfait ca. 8 Portionen
500 g Himbeeren 200 g Mascarpone 150 g Puderzucker 1/2 Zitrone 5 Eigelb 200 g Sahne 1-2 EL Himbeergeist (für Kinder natürlich weglassen)eine ca. 1,2 Liter Form Klarsichtfolie
Himbeeren verlesen. 200 g Himbeeren pürieren, passieren und mit 200 g Mascarpone, 2 EL Puderzucker, Himbeerschnaps und dem Saft einer halben Zitrone verrühren. 5 Eigelbe und 100 g Puderzucker über einem heißen Wasserbad sehr dickcremig aufschlagen und anschließend im kalten Wasser wieder kalt rühren. 200 g Sahne steif schlagen. Eigelbcreme halbieren, eine Hälfte unter das Fruchtpüree, die andere Hälfte unter die Sahne ziehen. Parfaitmassen und 100 g Himbeeren im Wechsel in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Form einschichten, und mit einer Gabel vorsichtig durchziehen. Am besten über Nacht gefrieren lassen. Parfait ca. 10 Min. vor dem Servieren aus der Form stürzen, antauen lassen und in Scheiben schneiden. Mit den restlichen Himbeeren und z.B. einem „Honig-Pesto“ auf Tellern dekorativ anrichten. |
|