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Regionalausscheidung des Siemens Cooking-Cup 2010 |
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Regionalwettbewerb Cooking Cup 2010 bei Stiehle:
Meeresbewohner und mehr
Koch-Profi Inge Tress von der "Rose" Ehestetten ist begeistert: Crème brulée vom Fenchel? Das klingt extravagant, das klingt kompliziert - kurzum: das klingt eindeutig nach haute cuisine. Dass auch Hobbyköche derart ausgefallene Rezepturen nicht nur nachkochen, sondern auch noch selbst entwickeln, beeindruckte die Jury um Inge Tress schwer. Evelyne Traub-Bobrich und ihre Tochter Catherine Bobrich holten mit ihrem kulinarischen Gesamtkunstwerk rund um Fenchel und Fisch den Sieg im Regionalwettbewerb des Cooking Cups 2010. Im direkten Vergleich setze sich das Mutter-Tochter-Duo aus Hechingen mit seinem "süß-sauren Meer mit knusprigen Bewohnern" gegen zwei Konkurrenz-Teams durch und qualifizierte sich damit fürs Halbfinale des größten Hobby-Kochwettbewerbs in Deutschland am 22. Oktober am Chiemsee. Bereits im vergangenen Jahr war die Familie erfolgreich: Im Bundeswettbewerb belegte Evelyne Traub-Bobrich Platz drei - damals stand sie mit ihrer Tochter Madeleine am Herd. Catherine indes war 2009 mit ihrem Freund angetreten und hatte es ebenfalls bis ins Halbfinale geschafft.
Abwasch gehört dazu
Eine Stunde lang hatten die insgesamt drei Zweier-Teams Zeit, im Stiehle-Küchenstudio zu zeigen, was sie am Herd draufhaben. In der Zeit schaffen andere gerade mal Spaghetti Bolognese mit Salat. Die Cooking-Cup-Anwärter allerdings mussten weit mehr auftischen: Ihre Aufgabe war es, sich vom Motto "Maritime Cuisine" inspirieren zu lassen und möglichst kreativ umzusetzen. Nicht nur zwei Mitarbeiter der Firma Siemens, die den Wettbewerb regelmäßig auslobt, sondern auch drei fachkundige Jury-Damen guckten den Hobby-Köchen ganz genau auf die Finger und die Kochlöffel: Neben "Rose"-Chefin Inge Tress beobachteten und probierten Ernährungsexpertin Verena Jäger und Stiehle-Mitarbeiterin Tanja Böbel, die regelmäßig in der Stiehle-Kochschule anzutreffen sind.
Den drei Damen entging einfach nichts - weder das gute Miteinander einiger Teams noch fachliche Fehler. Bei Evelyne Traub-Bobrich und ihrer Tochter Catherine musste alles ziemlich zackig gehen. Schließlich sollte am Ende der vorgegebenen Zeit nicht nur die berühmte Crème brulée vom Fenchel auf dem Teller sein, sondern auch noch ein Orangen-Safran-Sorbet, frittierte Garnelen mit Kataifäden, Wolfsbarschfilet und Ravioli mit einer exotischen Fruchtmischung. Ein ordentliches Pensum, das das eingespielte Team locker bewältigte - inklusive Abwasch nach der Küchenschlacht.
Fenchel trifft Orange
Die Ruhe weg hatten Evelyn und Andreas Pfanstiel. Das Ehepaar aus Neuenbürg bereitete in perfekter Harmonie, die fast ohne Worte auskam, sein "Duett vom schwarzen Heilbutt" zu. Was auf den Tellern der Jury landete, sah durchaus kunstvoll aus: Heilbutt-Filets wurden mit Pesto und Omlett-Stückchen lasagneartig zu Türmchen aufgeschichtet. Dazu gabs Heilbuttklöschen und einen warmen Fenchel-Orangen-Salat, der die Jury besonders überzeugte.
Gespannt waren die drei Fachfrauen auch auf Irmgard Bremer und ihren Mann Günther, der freimütig bekannte, beim Kochen vor allem für die Wein-Versorgung und den Spüldienst verantwortlich zu sein. Dieser Rollenverteilung entsprechend werkelte das Paar aus Oberkirch im Stiehle-Küchenstudio. Nach einer fixen halben Stunde war dann auch schon angerichtet: Zwei Klassiker - Lachs und schwarze Tagliatelle - wurden von von einer ungewöhnlichen Sauerampfer-Soße veredelt. Eine farblich sehr schön anzusehende Komposition.
Am Ende fiel die Jury-Entscheidung ganz klar aus: Auch wenn alle Teams in den Kategorien Präsentation, Geschmack, Harmonie der Komponenten, Zeiteinhaltung, Organisation und Hinterlassung des Arbeitsplatzes ordentlich punkteten, so überzeugte doch das Mutter-Tochter Duo mit einem klaren Vorzug: Was die Kreativität anbelangte, waren die Bobrichs mit ihren süß-sauren Meeresvariationen einfach unschlagbar. |
    
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