„Volldampf kochen“
Zwei Teams und zwei Menüs
Nach dem schwül-heißen Auftakt der letzten Juni-Woche hätte der jüngste Stiehle-Kochabend am 30. Juni eine ganz schon heiße Sache werden können. Denn diesmal lag der Themenschwerpunkt auf Kochen mit dem Dampfgarer und dem Dampfbackofen. Und dies bei 34 Grad Außentemperaturen? Zum Glück nicht. Rechtzeitig zu Wochenende sanken die Temperaturen und der gut besuchte Kurs geriet nicht zur schweißtreibenden Angelegenheit. Dennoch: fleißig geschnippelt, gefüllt, geschält und gespült wurde dennoch. Kochkursleiterin Verena Jäger – sie ist gelernte Ernährungsberaterin und Diätassistentin – teilte das Dutzend Teilnehmer in zwei Teams auf, von denen beide ein eigenes Menü zubereiten durften.
Als Aperitif reichte die Kursleiterin eine leichte, sommerliche und süffige „Sommerschorle“: Schwarzen Johannisbeersirup, gemischt mit Weißwein und Sprudel. Dazu gab es knusprige Blätterteig-Käsestengel.
Menü I entstand an diesem Abend im Dampfbackofen: Seezungenröllchen, gefüllte Hähnchenbrust auf Ofengemüse und als Nachtisch süße Pistazienschnecken nebst kräftigem Espresso.
Menü II war von den Zutaten und Gerichten her ideal auf den Dampfgarer abgestimmt worden. So machte sich Team 2 ans Werk und zauberte Pilz-Flan mit frischen Pfifferlingen (unter anderem mit Mascarpone und Eier, wird bei 100 Grad 15 Minuten gedämpft, dann aus dem Förmchen gestürzt), Königsberger Klopse, Bohnensalat mit Tomatencreme sowie Kokosmilchreis mit Früchten der Saison. Spätestens bei m Verzehr dieses köstlichen aber habhaften Desserts, musste so mancher kämpfen, denn die Speisen waren alle reichlich und man wollte ja auch unbedingt alle Köstlichkeiten probieren!
Zwischendrin blieb Zeit für eine kleine Kräuterkunde. Verena Jäger hatte eine frische Vielfalt aus dem eigenen Garten mitgebracht. Bei der Inbetriebnahme der Öfen folgten viele wichtige Erklärungen und Tipps. So arbeiteten die Kursteilnehmer entweder nur im Dampfbetrieb (grüne Bohnen, zirka 30 Minuten) oder aber mit Dampf und Heißluft (ideal für Blätterteig) oder mit reinem Heißluftbetrieb. Bevor das bunte Gemüse aufs Blech durfte, wurde der Boden mit Olivenöl und Meersalz eingerieben.
Bei der Zubereitung des Fleisches riet Verena Jäger den Hobbyköchinnen, generell selbst zu marinieren – beispielsweise auch Grillfleisch – da man einfach vorher sehe, wie das Fleisch in Natura beschaffen sei.
Egal ob Gemüse, Fleisch oder Nachspeise, die Gerichte werden bei dieser Art der Zubereitung nicht nur schonend (meist aber auch eine Idee länger) gegart, sondern sehen auch viel frischer und appetitlicher aus, wenn sie dem Dampf entsteigen.
Christine Knauer |
    
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