Mai 2011 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
„Gemüse, frech und fruchtig!“

Dass Gemüse – zumindest in Form von Rohkost – derzeit wegen des Darmkeims Ehec nicht gerade hoch im Kurs steht, hat dem jüngsten Kochkurs im Hause Stiehle zum Glück keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil: „Gemüse, frech und fruchtig“ lautete das Motto, dem gut ein Dutzend Hobbyköchinnen und -köche frönten. Die appetitlichen Zutaten wurden entsprechend erhitzt, geschält und sorgfältig abgewaschen.

Los ging es mit einer schmackhaften „Petersiliensuppe grün-weiß“, die man nicht alle Tage bekommt. Um das feine Süppchen zuzubereiten, empfahl Kochkursleiterin Verena Jäger, glatten Petersilie krausem vorzuziehen. Dieser sei deutlich aromatischer. Angereichert wird das Ganze mit drei bis vier Schalotten, 500 Gramm Petersilienwurzel, 150 Gramm Butter, einem Liter Geflügel- oder Gemüsebrühe, zwei Bechern Schlagsahne, ein bis zwei Bund glatter Petersilie, Salz und Pfeffer sowie dem Saft von einer Zitrone.

Wichtig ist, dass die pürierte Grundsuppe später zur Hälfte mit Petersilienblättchen in Gläser gefüllt wird und die andere Hälfte mit kalter Butter schaumig aufgemixt und ebenfalls ins Glas dazu gegeben wird. Die Kräuterbrötchen, die an diesem Abend ebenfalls auf dem Speiseplan standen, passen als Willkommensgruß für Gäste oder auch zum Süppchen.

Eine unkonventionelle Liaison gingen anschließend Römersalat mit gebratenem Blumenkohl ein. Optisch stellte dieses Gericht eine Augenweide dar! Es schmeckt obendrein auch lauwarm und überzeugt durch seine Frische und Knackigkeit. Da das Auge bekanntermaßen mit isst, überzeugt dieses Rezept auch durch das ausgefallene Garnieren: Die Salatherzen werden so geviertelt, dass sie am Strunk noch zusammenhalten. Zutaten wie Dijonsenf und Cayennepfeffer geben dieser Vorspeise regelrecht Pfiff.

Ein weiteres Stiehle-Kochteam konkurrierte mit folgender Vorspeise: Spargelragout mit Spinat und Erbsen. Dabei kam der Dampfgarer optimal zum Einsatz. Köstlich mundeten die frisch aus Schoten gepulten Erbsen, die einfach eine besondere Frische – wie direkt aus dem Garten – vermitteln. So hat Großmuttern noch Erbsen gemacht. Das Ragout kann auch in Kohlrabihälften serviert werden, die ebenfall auf dem gelochten Dampfgarerblech mitgedämpft werden.

Eine Sommerköstlichkeit, die eigentlich ganz schlicht ist, stellen die gefüllten Ofenkartoffeln dar. Sie wurden beim Stiehle-Abend unter anderem mit Schmand, Blauschimmelkäse und Appenzeller Käse gefüllt.

Weg vom klassischen Zubereitungsstil bewegte sich auch der „Gegrillte Spargel mit Erdbeervinaigrette“. Optisch lässt sich der „Schneeweißchen – und Rosenrot“-Effekt kaum toppen.

Auch wenn die Kursteilnehmer nun schon eine umfangreiche Speisenfolge genossen hatten, der Reigen an leckeren Gerichten wurde fortgesetzt. Die Griechische Gemüsequiche etwa: ein Bild wie aus der Farbpalette eines Künstlers und geschmacklich ein Gedicht.

Auch die darauf folgenden „Involtini mit grünem Spargel“ fanden großen Anklang. Kalbschnitzel und Schinken werden dabei in Streifen geschnitten und umgeben später die Spargelstangen.

Wie immer beim Stiehle Kochkurs wurde selbst das Dessert auf die Jahreszeit abgestimmt: Da Ende Mai schon der Rhabarber aktuell ist, zauberten die Teilnehmer einen raffinierten Rhabarber-Apfel-Kompott mit Baiser. Ein Blatt Minze als Dekoration und fertig war die Nachspeise, die den krönenden Abschluss bildete.
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