März 2010

"Men only" oder "Männer an die Kochlöffel!"

Schmunzelnd und mit großem Wohlwollen begrüßte Reutlingens Studioleiter Mathias Böckmann beim jüngsten Stiehle-Kochkurs die versammelten Teilnehmer zu einem „Abend mit hohem Männeranteil“.  Dies kam nicht von ungefähr, sondern war vom Hause Stiehle forciert worden: Männer an die Kochlöffel oder auch „Men only“ (nur Männer) lautete das Motto diesmal. Und es bereitete den Veranstaltern auch keine Mühe, einen Kursabend ausschließlich mit Vertretern des starken Geschlechts zusammenzustellen.

Kochen mit oder ohne Rezept – für beide Varianten brachten die selbstbewusst und ganz natürlich agierenden Herren die richtige Mischung aus handwerklichem Können und „Feeling“ mit. Beim Würzen und Abschmecken bewiesen die Männer Mut. Kräftig abgestimmt sollten die Gerichte sein, darin waren sich die in kleinen Gruppen kochenden Herren einig.

Was gut ist, wussten alle: Zum Beispiel selbst ­­- oder gerade das -, was beim Köcheln einer dunklen Soße vom Ochsenschwanz übrig bleibt. Es eignet sich hervorragend zum Abpuhlen und nebenher „vernaschen“.


 

Mit Liebe zubereitet

Dass ein selbstgemachtes Süppchen mit Liebe und Geduld zubereitet werden sollte, erfuhren die Teilnehmer als erstes von Kochschulleiterin Verena Jäger. Bei der Zubereitung des „Kräutersüppchens mit pochiertem Wachtelei“ bewies das verantwortliche Männer-Trio großes Geschick. Vorsichtig wurden die kleinen Wachteleier von großen Männerhänden aufgeschlagen.

Von wegen, Männer und Gemüse passen nicht zusammen! Dies ist wohl doch nur ein Vorurteil. Das feine Möhrencremesüppchen mit Kerbel, welches ebenfalls auf dem Speiseplan stand, hat jedenfalls allen gemundet.

Beim Männerkochabend gab es auch viele amüsante Momente. Etwa, wenn das Fischfilet für die Röllchen mit Käse-Spinat-Füllung im Gefrierbeutel vorsichtig „plattiert“ werden musste oder das gut abgehangene Roastbeef unter großem Gelächter und Hallo mit Salz und Pfeffer „einmassiert“ wurde. 

Schnell gegart

 

Schnelle Zubereitungszeiten – das gar nicht so komplizierte Fischfilet bleibt nur zehn Minuten bei 90 Grad im Dampfgarer – imponieren Hobby-Köchen immer wieder. Manchmal dauert es auch deutlich länger, interessanterweise bei Gerichten, die recht einfach klingen. Kartoffelgratin zum Beispiel benötigt fast eine Stunde im Ofen (160 Grad). Auch das Schälen, Waschen und Hobeln der Knollen hält ganz schön auf. Als Variationen standen Gratins mit Scheiben von Pastinaken und Karotten zur Disposition. Ein spannender Feldversuch!

 

Zum Abschluss durfte noch mit der Flamme hantiert werden – um eine Creme brulee zu zaubern. Mit einem Flambierbrenner wird Puderzucker auf der abgekühlten Creme karamellisiert. Ingwer, Vanille und Limette verfeinerten das Dessert. Christine Knauer

 

 

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